Jan hat einen neuen Job! Für Jan heißt das, täglich mindestens 2 Stunden Anfahrt oder er zieht um.
Sein neuer Arbeitgeber hilft ihm bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung und überlässt es Jan, den Umzug in Eigenregie zu Schultern oder ein Umzugsunternehmen hinzuzuziehen. Jan weiß, dass ein Umzug mehr ist als die Mietkaution zu zahlen, einige Umzugshelfer zu organisieren und sich selber an- beziehungsweise abzumelden.

Jeder Umzug ist eine Herausforderung und mit einer langen Liste an Aufgaben und Unwägbarkeiten verbunden. Wer richtig plant, hat, wenn es losgeht weniger Stress und kann sparen. Ob mit einem professionellen Umzugsunternehmen, mit Profi-Support oder ganz in Eigenregie: Hier finden Sie einige Tipps, die den Umzug erleichtern, verpackt in Jans Erlebnisbericht.

Den Umzug in meine neue Wohnung wollte ich gut vorbereiten, damit am Umzugstag kein Durcheinander ausbricht. Daher musste ich verschiedene Termine und Arbeiten früh genug planen: Nachdem der neue Mietvertrag unter Dach und Fach war, kündigte ich die alte Wohnung. Um nichts zu vergessen ist es ratsam, Strom und Gas gleich mit umzumelden!

Renovieren brauchte ich nicht, da ich die Wohnung auch nicht renoviert übernommen habe. Kurzer check im Mietvertrag, eine E-Mail mit dem Vermieter gewechselt und zumindest der Teil war erledigt. Sonst wäre dieser Punkt noch auch noch auf der für und wider Umzugsfirma Liste gelandet.
Nun stellte ich den Kontakt zu den Mietern der neuen Wohnung her. Ich musste ja auch die Übergabe der neuen Wohnung organisieren. Bedauerlicherweise ging dies nicht am Wochenende vor dem Ersten, da die alten Mieter dieses Wochenende für ihren Umzug beanspruchten. Diesen Vorteil kann nur einer haben. Diesmal nicht ich. Ich hatte also die eine Wohnung gekündigt und eine neue angemietet. Ich hatte einen Umzugstermin! Mit etwas Aufregung aber mit Vorfreude fieberte ich dem Tag entgegen!

Nun wollte ich herausfinden, ob ich diesen Umzug auf eigene Faust, mit Freunden erledigen könnte oder doch ein Umzugsunternehmen die Arbeit übernehmen sollte. Die dritte Option war, zwar einiges mit Freunden zu erledigen, mir aber professionellen Support für die schweren Sachen und die Küche zu holen.

Keine leichte Entscheidung, zumal einiges an Kosten vom Arbeitgeber übernommen werden kann und ich anderes in der Steuererklärung geltend machen werde. Selbst das Arbeitsamt hilft seinen Kunden bei Umzügen finanziell. Beamte ziehen sogar nach festgelegten Sätzen um. (BUKG und LUKG). Beamter bin ich leider nicht!

Mir war klar, welche Umzugsart auch gewählt wird: Vor dem Umzug sollte ich dringend den Versicherungsschutz meines Besitzes prüfen und gegebenenfalls dafür eine zusätzliche Versicherung abschließen. Unerlässlich: Eine genaue Planung: Nur so konnte ich die wirklichen Umzugskosten abschätzen und Vergleichen.

Die Durchführung eines Umzugs, ist eine Geldfrage und für mich auch Frage des Lifestyles.
Wer wenig besitzt, viele Helfer hat und selbst gerne zupackt, zieht oft lieber selbst um. Das habe ich zu Studentenzeiten auch so gemacht. Aber weder ich noch meine Freunde sind noch Studenten.
Mein neuer Wohnort liegt weit weg. Ein Sofa ist nicht mehr das Einzige, was transportiert werden muss. Und – die neue Wohnung liegt, mit toller Dachterrasse, im oberen Stock. Es stellte sich immer klarer eine Frage: Wie gerne habe ich meine Freunde?

Ich wollte abschätzen, wie umfangreich dieser Umzug würde. Ich erstellte eine Liste, wie viele Kisten und Möbel ich zu transportieren habe, ob einige Stücke sperrig und schwer sind und was mir gegebenenfalls lieb und teuer ist.

Jans Checkliste bei Umzug in Eigenregie

Helfer:
Wie viele Leute werden benötigt? Wer hat Zeit? Wer kommt an dem Tag wirklich? Lieber mehr Leute bitten zu kommen als benötigt!

Transporter:
Vorhanden oder über Car rental? Wer darf das Fahrzeug fahren, wer Anhänger (Wer hat welche Führerscheinklasse)?

Kisten:
Ausreichend Kisten besorgen. Kisten im Vorfeld so packen, dass diese nicht zu schwer sind und immer beschriften. Kisten kann man bei Umzugsfirmen mieten.

Tragegurte und Polstermaterial (Decken, Luftpolsterfolie) für den Transport organisieren. Kann man auch bei Umzugsunternehmen mieten.

Werkzeug zum Auf- und Abbau der Möbel, Küche und Elektro bereit halten. Sanitär und Elektrik!

Transportgeräte, zum Beispiel eine Sackkarre und Rollwagen.

Parkplatz, befristetes Halteverbot beantragen.

Versicherung: Haftung für Sach- und Personenschäden

Verpflegung und Getränke für die Umzugshelfer

Ich machte also einen Plan, um die Helfer einzuteilen. Generell lieber mehr einplanen, am Tag selber springen immer Leute ab!
Verpackungsmaterial und Kartons wollte ich bei einer Umzugsfirma besorgen. Die Mieten dort sind günstig und das Material zuverlässig. Angebote lies ich mir gleich mit den Angeboten für den kompletten Umzug geben.
Schwerer wurde es mit einer Sackkarre. Zumal ich mir Sorgen um die Stufen im Treppenhaus machte. Die Karre würde ich kaufen. Positiv: Einen Rollwagen musste ich nicht organisieren, den hatte ich!
Halteverbotszone beantragen, kostete mich einen halben Tag Urlaub! Die Bürokratie meiner alten Heimatstadt lässt grüßen. Für beide Orte, bei beiden Stadtverwaltungen waren das 5 Stunden!
Transporter mieten, war via Internet einfach. Welches Volumen brauche ich? Zeit- und Spritkosten.
Größer war am Ende das Problem: Wer darf das Ding überhaupt fahren?
Die Angebote für Haftung für Sach- und Personenschäden und Transportversicherung holte ich per Telefon. Vorsicht vor Schäden im Treppenhaus, die sind meist nicht abgedeckt! Bei einem Freundschaftsdienst wird grundsätzlich von einer stillschweigenden Haftungsbeschränkung ausgegangen. Sollte was zu Bruch gehen, liegt Streit in der Luft. Schlimmer wenn jemand sich verletzt!
In etwa ab da war mir klar, dass mein Favorit doch der komplette, professionell geführte Umzug einer Fachfirma ist. Ich hätte mindestens 5 Leute gebraucht um alles bei Tageslicht zu schaffen. Und: Wer mir hilft, der möchte unter Umständen auch mal umziehen und dann müsste ich bei diesen Umzügen fairer weise als Helfer mit anpacken. Sechs Samstage oder dramatischer – Urlaubstage meines Lebens …
Essen und Getränke für die Helfer habe ich pauschal gerechnet.
Hier ist auch noch meine Liste für einen Umzug mit einer Umzugsfirma.
Klären, welche Aufgaben das Unternehmen übernehmen soll. (Half-Service / Full-Service)
Angebote von mehreren Unternehmen einholen und vergleichen.
Wert des Transportguts schätzen und eventuell höhere Transportversicherung abschließen.
Umzugsberater kommen lassen und auswählen.

Nachdem ich alles aufgerechnet hatte, kam ich auf einen effektiven Mehrpreis von knapp 300 Euro.
Geld, dass ich auch noch steuerlich geltend machen konnte. Ich musste weder Freunde noch Verwandte bitten zu helfen. Sparte mir so einige Samstage oder schlimmer Urlaubstage der Gegenleistung und verbrachte den Tag Stress frei. Die Küche wurde von einem Handwerker angeschlossen, ebenso die Waschmaschine. Und am Abend saß ich auf der Dachterrasse und begann mein neues Leben mit einem positiven Gefühl!

Ach ja und an den Nachsendeantrag hat mich Schumacher auch erinnert!

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